Wasserstoff wie Benzin tanken

af.- Das nach wie vor größte Problem der Elektromobilität sind die Reichweite und das Tanken/Laden von Autostrom. Eine Lösung hierfür ist das Brennstoffzellenauto. Bei diesen Fahrzeugen wird Wasserstoff in Strom umgewandelt. Ineffiziente und schwere Batterien entfallen hiermit. Zumindest die Reichweitenproblematik wäre gelöst.

Was bleibt sind Gefahren beim tanken und lagern des hochexplosiven Kraftstoff. Um genügend Wasserstoff im Fahrzeug zu bevorraten, muss dieser unter 700 Bar hohem Druck gelagert werden.


Wundersprit soll die Probleme lösen

Nach Ansicht einiger Experten und Professoren könnte die Trägerflüssigkeit Carbazol dieses Problem schon recht bald lösen. An der Universität in Erlangen wird bereits seit einem Jahr an dieser Thematik geforscht. Es wurde auch schon ein Antrag auf Forschungsgelder gestellt.


Flüssige Wasserstoffträger

Die Kohlenstoffverbindung N-Ethylcarbazol ist in der Lage Wasserstoff zu speichern und auch wieder abzugeben. Das Trägermaterial Carbazol kann beliebig oft wieder mit Wasserstoff angereichert werden und hat dieselähnliche Eigenschaften, der sich genau so einfach tanken und lagern lässt.

Ob Carbazol eine alternative Lösung sein könnte bleibt abzuwarten. Noch steht die Forschung hier ganz am Anfang. Wolfgang Arlt (Professor für Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen) ist jedoch schon jetzt überzeugt, das zukünftige Elektrofahrzeuge flüssige Wasserstoffträger tanken werden.

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