Pflanzenöl (Pöl) – Der Biokraftstoff

In der Vergangenheit wurde das Fahren mit Pflanzenöl (Pöl), aufgrund ständig steigender Kraftstoffpreise, immer beliebter. Wohl durch die Biokraftstoffbesteuerung ist der Pöl-Markt (Fahren mit Pflanzenöl) in den letzten Jahren jedoch fast vollständig zum Erliegen gekommen. Der alternative Kraftstoff Pflanzenöl ist nicht mit herkömmlichen und dem allgemein bekannten Biodiesel zu vergleichen. Es werden meist heimische Ölpflanzen zur Ölgewinnung genutzt. Umgerüstete Fahrzeuge lassen sich mit den meisten Pflanzenölen betreiben.


Die Qualität

Für den alternativen Kraftstoff „Pflanzenöl“ gibt es mittlerweile eine einheitliche Norm (DIN 51605). Zuvor wurde vom LTV-Arbeitskreis "Dezentrale Pflanzenölgewinnung“ ein einheitlicher Qualitätsstandard formuliert.


Pöl als Kraftstoff im Kraftfahrzeug

Generell kann jedes Diesel-Fahrzeug, welches für den Betrieb mit „Biodiesel“ freigegeben ist, nach einer entsprechenden Umrüstung auch mit Pflanzenöl betrieben werden. Bei der Umrüstung werden zum einen Systeme zur Vorwärmung und Filterung des Pflanzenöls verbaut, als auch Modifikationen an Kraftstoffleitungen, elektronischer Steuerung und des Einspritzsystems vorgenommen. Bei der Umrüstung kann zwischen einer 1-Tank-Lösung und einer 2-Tank-Lösung gewählt werden.


Vorteile von Pflanzenöl als Kraftstoff

Pflanzenöl ist ein nachwachsender Rohstoff und verhält sich nahezu CO2 neutral. Allerdings gab es in der letzten Zeit auch viel Kritik, da die Herstellung auf Kosten der Lebensmittelerzeugung gehen könnte. Pöl hat als Kraftstoff stark an Bedeutung verloren. Ob sich dies mit der Rohölverknappung in Zukunft noch einmal ändert, bleibt freilich abzuwarten. Pöl-Tankstellen Pflanzenöltankstellen sind in Deutschland nicht besonders weit verbreitet. Die Kritik am Biokraftstoff und die zusätzliche Besteuerung haben dem Alternativkraftstoff Pöl in den letzten Jahren weiter zugesetzt. In Deutschland sind kaum noch Pflanzenöl-Tankstellen zu finden.

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