Pedelecs bringen neue Herausforderungen mit sich - Alternativ-Fahren.de

Pedelecs bringen neue Herausforderungen mit sich


Elektrofahrrad-Boom bringt zahlreiche Diskussionen mit sich

Der Markt für Pedelecs boomt derzeit mehr denn je200.000 Pedelecs wurden im letzten Jahr hierzulande abgesetzt – 300.000 werden es aller Voraussicht nach in diesem Jahr werden. Der Handel mit den Elektrofahrrädern boomt – bringt aber auch neuen Stoff für Diskussionen mit sich.

Fahrräder mit Elektrounterstützung benötigen weder eine EG-Betriebserlaubnis noch eine Zulassung nach StVZO – auch das Versicherungskennzeichen entfällt. Dabei sind die Pedelecs, dank der unterstützenden Wirkung des E-Motor, deutlich zügiger unterwegs. Daher ist es also auch kaum verwunderlich, das nun zahlreiche Diskussionen rund um die E-Mobilität auf zwei Rädern aufkommen.


Sicherheit, Helmpflicht, Radwege

Ein wichtiges Thema ist die Helmpflicht – hier gilt es nun zu überlegen, ob diese für Elektrofahrräder eingeführt werden sollte. Auch die Radwege könnten den neuen Herausforderungen nicht gewachsen sein. Da die Elektrozweiräder in der Regel zügiger unterwegs sind, kommt es natürlich deutlich häufiger zu Überholvorgängen. Die derzeitigen Radwege sind allerdings sehr schmal ausgelegt und somit für Pedelecs eher ungeeignet.


Noch größere Probleme gibt es bei der Sicherheit – gerade bei den Pedelecs zum „Schnäppchenpreis“ häufen sich die Beschwerden aufgrund von massiven Qualitätsmängeln. Der TÜV Süd hat hierauf reagiert und bietet für hochwertige Modelle ein freiwilliges Prüfzeichen an. Die Hersteller können sich hiermit vom breiten Markt deutlich abheben – für Verbraucher bringt die geprüfte Sicherheit eine bessere Vergleichsmöglichkeit mit sich.


Strenge Prüfvorschriften

Wie beim TÜV üblich (fasst jeder erlebt dies alle zwei Jahre mit seinem Kfz), sind die Vorschriften zur Erlangung des begehrten Prüfsiegel sehr Streng ausgelegt. Die Sicherheit steht hier ganz klar im Vordergrund. Geprüft wird nach der Norm DIN EN 15194 für EPAC (electric power assisted cycles) Fahrzeuge. Hierunter fällt auch die DIN EN 14764 (Sicherheit bei Trekking- und Cityfahrräder) sowie die DIN EN 13849 (Mindestanforderung für Steuerungen). Des weiteren wird die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) genauso berücksichtigt, wie die DIN 79100 (mechanische Betriebsfestigkeit). Zudem wurden einige Prüfpunkte aus der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) übernommen.

Grafik: © ferkelraggae (fotolia)
Gesendet: 6 Jahre 10 Monate her von ELFA #499
ELFAs Avatar
Ist wird Zeit, das hier der Gesetzgeber endlich reagiert! Die Fahrräder sind teilweise mit 40 km/h und mehr unterwegs. Eine tickende Zeitbombe, wie ich finde.



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