Elektroauto „Mute“ zeigt es allen - Alternativ-Fahren.de

Elektroauto „Mute“ zeigt es allen


Entwicklung in Rekordzeit

Das Elektrofahrzeug der TU München wurde nun auf der IAA 2011 vorgestelltWenn die Umwelt nicht bald komplett verschmutzt werden soll, dann wäre es eigentlich schon gestern an der Zeit gewesen, etwas dagegen zu unternehmen und sich Gedanken zu machen, wie man beispielsweise den Ausstoß von Abgasen eindämmen kann. Die Autoindustrie gibt tatsächlich schon seit einigen Jahren ihr Bestes in der Entwicklung von alternativen Antrieben.

Schon jetzt ist auf den Straßen das ein oder andere Hybridauto anzutreffen. Reinen Elektroautos begegnet man eher selten, aber Hybride, die mit einer Mischung aus Elektro- und Benzinmotor angetrieben werden, gibt es schon häufiger. Zum Beispiel die Modelle Civic Type S und CR-Z von Honda. Doch angenommen wird dieser Trend von den Autofahrern, zumindest in Deutschland, noch nicht allzu sehr. Es ist immerhin eine Kostenfrage. Nicht jeder kann sich einen Hybrid leisten, der sich doch in den Anschaffungs- und Betriebskosten von einem Benziner stark unterscheidet.


Elektrofahrzeug „Mute“

Jetzt haben Forscher der TU München es geschafft, in Rekordzeit ein sparsames Elektroauto zu entwickeln. Dieses präsentierten sie nun kürzlich auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt am Main. Die Entwickler dieses Fahrzeugs haben das scheinbar Unmögliche geschafft. Innerhalb von anderthalb Jahren haben sie ein Auto entwickelt. Immerhin ist der fahrbare Prototyp tatsächlich rechtzeitig zur diesjährigen IAA fertig geworden. Daran hatten viele Zweifler bis zum letzten Moment nicht geglaubt. „Mute“ heißt das gute Stück, es ist ein Zweisitzer, ziemlich flach und kurz und mit schmalen Leichtlaufreifen ausgestattet. Hinzu kommt eine weiße Karbonfaserkarosserie. Geeignet wäre das Auto für Leute, die in der Vorstadt einer Großstadt leben. Auf dem Land wird man Mute nicht fahren können, weil er nur geringe Reichweiten schafft, in der Innenstadt wäre das Aufladen am Straßenrand problematisch. Aber wenn jemand in kürzester Reichweite einer Großstadt lebt, dann würde Mute schon reichen, um damit zur Arbeit und wieder zurück zu gelangen. Und das wirklich rein elektrisch.

Auch kostentechnisch liegt Mute absolut im Rahmen des Möglichen. Er liegt bei den Betriebskosten eines Kleinwagens mit Verbrennungsmotor. Damit haben die Forscher der TUM es der Autoindustrie gezeigt. Es ist also wirklich möglich, ein erschwingliches Fahrzeug dieser Art zu konzipieren und auf den Markt zu bringen. Bleiben wir gespannt, vielleicht kann man Mute ja tatsächlich bald auf deutschen Straßen antreffen.

Grafik: © Mute Automobile


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