Vielseitige Energie ohne Nachschub-Probleme

sup.- Flüssiggas ist das Multitalent unter den Energien. Es dient als Brennstoff für die Heizung, als schadstoffarmer Alternativ-Kraftstoff, es versorgt Komfort-Gasherde ebenso wie Grills, Campingkocher und Feuerzeuge.

Der leitungsunabhängige Brennstoff sorgt unter anderem auch für Wärme in Gewächshäusern oder bei der Viehaufzucht, er hilft bei der Unkrautbeseitigung, beim Schweißen und Löten, bei der Bautrocknung oder beim Straßenbau. Wegen dieser vielfältigen Anwendungen ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten ein engmaschiges Vertriebsnetz mit Großlägern, Straßentankwagen, Bahnkesselwagen und zahlreichen Versorgungsunternehmen in jeder Region entstanden.

An Flüssiggas-Nachschub zu kommen, ist für Verbraucher also kein Problem. Heizungsbesitzer rufen einfach ihren Lieferanten an, Autogasfahrer tanken an einer der mittlerweile rund 6.000 Tankstellen in Deutschland. Aber wo kommt Flüssiggas eigentlich ursprünglich her? Und wie sicher sind diese Quellen? Die beruhigende Antwort: Das Flüssiggas, das in Europa auf den Markt kommt, wird zu etwa 60 Prozent als natürliches Begleitgas bei der Förderung von Rohöl und Erdgas gewonnen. Und dies geschieht gewissermaßen vor unserer Haustür, nämlich maßgeblich in der Nordsee. Auch von den restlichen Anteilen des europäischen Flüssiggases können wir nicht abgeschnitten werden, wenn beispielsweise internationale Konflikte zur Sperrung von Pipelines führen. Die verbleibenden 40 Prozent stammen nämlich aus den inländischen Raffinerien. Dort entsteht Flüssiggas bei einer effizienten Rohölverarbeitung im Rahmen der so genannten Koppelproduktion. Und die technische Entwicklung zu einer weiteren Quelle ist bereits weit fortgeschritten: Die Zukunft liegt in der Erzeugung von biogenem Flüssiggas, also etwa aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pflanzenresten. Dann wird sich das Multitalent von einer fossilen zu einer regenerativen Energie wandeln.

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