Added Value zum Zusammenspiel von Technik, Information sowie Kommunikation

af.- Derzeit gibt es zahlreiche Diskussionen über die Gründe der fehlenden Ladeinfrastruktur in Deutschland. Als Gründe werden hohe Anschaffungskosten von Ladestationen bei unbekannter Entwicklung der Elektromobilität hierzulande genannt. Daher hat das Unternehmen Rohde & Schwarz Teisnach nun entsprechende Ansätze entwickelt um den Aufbau von Elektroauto Ladestationen weiter voran zu treiben. Auf den folgenden Webseiten möchten wir Ihnen diese näher vorstellen.


Das Projekt E-Wald

In der Region Bayerischer Wald wurde das Projekt E-Wald als Modellregion ins Leben gerufen. Die Hochschule Deggendorf und das Unternehmen Rohde & Schwarz Teisnach haben als treibende Kraft eine Technologiepartnerschaft gegründet.

Ziel ist es, die Landkreise Regen, Cham, Freyung-Grafenau, Deggendorf, Straubing
und Passau flächendeckend mit rund 120 öffentlich zugänglichen Ladestationen für die Elektromobilität interessant zu machen. Zudem sind für dieses Projekt 150 E-Fahrzeuge vorgesehen. Der Aufbau soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Ab 2014 soll der zweijährige Modellversuch starten und öffentlichkeitswirksam aufzeigen, dass die Elektromobilität mit einer entsprechenden Ladeinfrastruktur alltagstauglich ist. Im Vordergrund steht die Akzeptanz bei Investoren und Endverbrauchern.


Erfolgsmodell auf drei Ebenen

Anhand von drei Ebenen zeigt Rohde & Schwarz Teisnach das Zusammenspiel von Information, Kommunikation und Technik auf. Als Gesamtkonzept ergibt sich ein für Investoren und Endverbraucher gleichermaßen interessantes Erfolgsmodell, um den Aufbau von Elektrofahrzeug- Ladestationen in Deutschland weiter voran zu treiben.


1. Ebene – Zielgerichtete Informationen

Ladestationen sind dank der Vernetzung zugleich ein ideales Medium, um Verbraucher zielgerichtet mit Informationen und Werbung zu versorgen. Die zukünftige Ladeinfrastruktur kann die früher verwendeten Litfaßsäulen als zentralen Infopunkt ablösen.

Auch ein Schnellladevorgang dauert, je nach Restladezustand der Batterien, durchschnittlich etwa 30 Minuten. In dieser Zeit kann der Kunde sich das aktuelle Kinoprogramm inkl. Trailer anschauen oder sich über Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt informieren. Dank MultiTouch Displays sind die Möglichkeiten hier nahezu unbegrenzt.

Der Betreiber von Ladestationen kann auf diese Weise durch die Vermarktung als Werbeplattform eine schnellere Amortisation der Ladestation erreichen.


2. Ebene – Kommunikation

Ladestationen lassen sich ins Netzwerk einbinden und bieten somit einen beiderseitigen Informationsfluss. So kann der Benutzer während des Ladevorgang beispielsweise Kinotickets buchen oder im Internet surfen. Die Bedienung über ein entsprechendes MultiTouch Display machen den Ladevorgang zu einem multimedialen Erlebnis wie er schon heute von Tablet PC's bekannt ist.

Ein weiterer Schritt ist die Vernetzung aller Ladestationen unter einander sowie die Kommunikation des Ladenetzwerk mit dem Elektrofahrzeug. So könnte die Ladestation beispielsweise Verbindung mit dem Navi im Fahrzeug aufnehmen und die aktuelle Routenplanung sowie Daten wie Ladezustand und Reichweite abrufen. In diesem Zuge lässt direkt die nächste Ladesäule zu einem bestimmten Zeitpunkt reservieren.

Die Kommunikationsebene bietet sowohl für den Betreiber der Ladesäulen als auch den Endverbraucher einen Mehrwert – somit entsteht eine echte WinWin Situation.


3. Ebene – Die Technik

Auch die Technik kann bei der Finanzierung einer Ladesäule weiterhelfen. So lassen sich zum Beispiel verschiedene Tarifmodelle zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten realisieren, um die Ladestation möglichst 24h am Tag auszulasten. Auch könnten die Fahrzeugbatterien als Puffer für Energiespitzen genutzt werden. Dieses Modell ist gerade im Bereich der regenerativen Energien erforderlich, da sich Wind-, Wasser- und Sonnenkraft regelmäßig überlagern.


Ladeinfrastruktur im Privathaushalt

Aktuellen Studien zufolge dürfte 80 Prozent der Ladeinfrastruktur aus privater Hand kommen. Dazu gehören Lademöglichkeiten in der eigenen Garage, auf privaten Stellplätzen oder dem Firmengelände.

Das Unternehmen Rohde & Schwarz Teisnach hat sich auch hierüber Gedanken gemacht und bietet mit der Wallbox eine Ladestation für zu Hause an. Bei geringem Platzbedarf lassen sich bis zu zwei Fahrzeuge (z.b. E-Auto und E-Roller) gleichzeitig Laden. Für Parkhäuser und Firmengelände wird eine Master-Slave Lösung angeboten um bis zu 15 Wallbox Ladestationen gleichzeitig zu steuern.


(Noch) Fehlende Normung der Ladestecker

Da es nach wie vor noch keinen einheitlichen Ladestecker gibt, bietet das Unternehmen für seine Ladestationen einfach alle möglichen Varianten über ein einfaches Stecksystem an.


Schnellladung mit 22kW

Rohde & Schwarz Teisnach deckt mit seinen Ladestationen die verschiedenen möglichen Ladekonzepte ab. Eine einfache Ladung „über Nacht“ an der haushaltsüblichen 230 Volt Steckdose lässt sich genauso realisieren, wie eine 1-stündige Schnellladung an einem 400Volt/32A Anschluss. Weitere Konzepte um den Ladevorgang weiter zu beschleunigen sind derzeit in Vorbereitung.

Die ganzheitliche Lösung auf allen 3 Ebenen bietet einen Mehrwert für alle und kann den weiteren Aufbau der Ladeinfrastruktur nachhaltig Fördern.

Grafik: © Rohde & Schwarz Teisnach