Hamburger Senat will E-Autos fördern


200+ Ladestationen in der Hansestadt

Elektrofahrzeuge - Modellregion HamburgDem Thema Elektroautos wurde im Hamburger Senat in den letzten Wochen ganz besondere Beachtung geschenkt. Die Region will ein „Schaufenster Elektromobilität“ werden und Fördergelder von mehreren Millionen Euro bekommen. Kürzlich wurde beschlossen, sich am Wettbewerbsverfahren des Bundes zu beteiligen. Wirtschaftssenator Frank Horch erklärte, die Stadt will in Berlin mit einer „sehr Hamburg-spezifischen Bewerbung“ für Aufsehen sorgen.

Falls die Hansestadt eine der drei bis fünf Schaufensterregionen werden sollte, wird vom Senat eine Finanzspritze von 10,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Rechnet man die Unterstützung auf Bundesebene dazu, hätten die Hanseaten mindestens 50 Millionen Euro für die Förderung der Elektroantriebe in der Hand.

Bis Ende 2013 plant die Bundesregierung für das Projekt, in den ausgewählten Regionen, bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Im Mai 2012 fällt die Regierung dann die Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt.


Modellregion Hamburg

In Hamburg haben die Proben im Rahmen der Modellregion bereits begonnen. Derzeit sind 350 Elektroautos, vor allem in der Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen, auf den Straßen der Stadt unterwegs. Getankt wird an den 200 Ladeplätzen für die E-Autos. 100 solcher Zapfsäulen sind im öffentlichen Straßennetz anzutreffen, die restlichen 100 Stationen sind auf den Firmengeländen der Unternehmen installiert.

Sogar die nächsten Schritte werden schon geplant. Für die Polizei, die Feuerwehr und weitere öffentliche Unternehmen soll die Zahl der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben stetig wachsen. Auch die Ladeplätze sollen in Zukunft vermehrt an öffentlichen Gebäuden angebracht werden.


Falschparker an Ladestationen

Auch auf das Problem der Falschparker an den Ladestationen hat die Stadt eine Lösung parat. Um die Stationen, die Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben oft als praktischen Parkplatz ansahen, zukünftig frei zuhalten, sollen „deutliche Hinweisschilder“ mit Abschleppwarnungen aufgestellt werden. Darüber hinaus will Hamburg in Berlin mit einer Veränderung im Straßen- und Wegegesetz Gehör finden, um eine klare Regelung zu schaffen.

Bürgermeister Olaf Scholz begrüßte die Entscheidung des Senats und erklärte, der Beschluss sei „ein Signal an Industrie, Politik und Gesellschaft, dass Hamburg seine Verantwortung, bei der Etablierung von schadstoffarmen Antrieben, wahrnehmen werde.


Umweltbewusstes Fahren wird immer wichtiger

Auch für den privaten Bereich werden Fahrzeuge mit alternativen Antrieben immer erschwinglicher. Besonders in ländlicheren Regionen bleibt jedoch das Problem der begrenzten Auflademöglichkeiten. Ein neuer Honda Civic 2012, der mit einem speziellen Eco-Modus ausgerüstet wird, ist da ein guter Kompromiss für umweltbewusste Fahrer. Der neue Honda Civic wurde erst kürzlich auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und kommt Anfang des neuen Jahres in den Handel.

Grafik: © electriceye (fotolia)


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