e-miglia 2010: Stromgeladenes Finale der 25 e-Fahrzeuge


24 Teilnehmer im Ziel in Rovereto

e-miglia 2010: Verschiedenste Schwierigkeiten und Hindernisse gemeistertBozen/Rovereto 6. August 2010. - Die Skeptiker wurden eines Besseren belehrt. Zumindest fast alle. Nur ein alter Hase, kritisch und schon seit Jahren im Automobiljournalismus will nicht auf den Sound eines PS-starken Benziner verzichten.

Neben Lamas und Weidekühen, durch Regenfälle und Nebelwände. Mit strahlend blauem Himmel, glücklichen wie besorgten Gesichtern. Die Pioniere einer neuen mobilen Epoche konnten sich und vielen Menschen beweisen, dass elektrische Mobilität heute schon oder wieder funktioniert. Die e-miglia Rallye bietet den unterschiedlichsten leisen und abgasfreien Gefährten eine Plattform, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich zu messen. Obwohl mit deutlich mehr technischen Problemen, Kinderkrankheiten und unerwarteten Hindernissen gerechnet wurde, war es nach vier Tagen auch dem letzten Kritiker klar: Elektrische Fahrzeuge bieten eine Alternative zu den „Petrolheads“.


560 km von München über vier Alpenpässe

Um 7 Uhr am morgen der Start zur letzten Etappe. Wehmut bei einigen, die gerne weiterfahren möchten. Ehrgeiz bei anderen, das Ergebnis in der Wertung noch zu verbessern und auch Ärger wie Unverständnis. „Bist Du voll?“ war morgens im Fahrerlager der Slogan. Doch am letzten und entscheidenden Tag, gab es eine Gruppe, deren Ladesystem nicht ausreichend Ladezeit hatte. Mit 75% oder weniger mussten sie sich auf den Weg zum Mendelpass machen. Wird der Strom reichen? „Das ist mir egal und wenn ich das letzte Stück schieben muss. Meinen vierten Platz gebe ich nicht her.“ sagt Achim Wiedey voll Überzeugung. Zwar bekommen alle den gleichen Strom aus der Dose, doch mit unterschiedlicher Amperzahl wird gezogen. Im Wettkampf eine entscheidendes Detail. Im Alltag leicht einzuplanen. Aber Achim musste seinen Think nicht schieben.

Was die Fahrzeuge hier vier Tage leisten mussten, gleicht dem Ikea Türscharniertest. Auf und zu und immer wieder. 1000 mal ist nichts passiert. Der Finaltag hat ganze drei Pässe im Roadbook zum Überqueren ausgewiesen und selbst Rallyeleiter Richard Schalber war zwischenzeitlich besorgt, ob die „Kleinen“ es schaffen.

„Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen“ Winston Churchill.

Die e-miglia 2010 ist ihrer Zeit vielleicht ein wenig voraus, aber in Rovereto ist klar, das Ziel wurde nicht nur von den einzelnen Teilnehmern erreicht. Die e-miglia und alle ihre mutigen, stolzen und tapferen Pioniere haben gezeigt, e-Mobilität ist leistungsfähig und macht Spaß.

Weitere Informationen zu Teilnehmern, Fahrzeugen, Bildmaterial und Ergebnislisten:

#Weblink
www.e-miglia.com

Grafik: e-miglia


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