Deutschland bekommt einen Autogas-Wald


Für jedes flüssiggasbetriebene Fahrzeug einen Baum

Autogas Wald - Für jedes LPG-Fahrzeug ein Baum   sup.- Wenn irgendwo im Wald ein paar neue Bäume gepflanzt werden, ist das nichts Ungewöhnliches. Wenn allerdings diese Pflanzaktion von einer ganzen Schar von Journalisten, Fotografen und TV-Teams beobachtet wird, dann scheint es sich um eine Aufforstung mit speziellem Hintergrund zu handeln. In der Tat: Die 6.000 Stieleichen, die jetzt unter großem Medieninteresse im hessischen Naturschutzgebiet Mönchbruch eingesetzt wurden, bilden den ersten Abschnitt des deutschen „Autogas-Waldes“. Diese Aktion soll auf die ökologisch vorbildlichen Eigenschaften flüssiggasbetriebener Fahrzeuge aufmerksam machen, die seit einigen Jahren einen rasant wachsenden Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Weltweit ist Autogas der Alternativ-Kraftstoff Nummer eins. In Deutschland setzen bereits mehr als 200.000 Fahrer auf das schadstoffarme Antriebskonzept.

Die Initiative zum Autogas-Wald hat der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ins Leben gerufen, ein bundesweiter Zusammenschluss der Versorgungsunternehmen. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Unternehmen Wald, die sich die Neuschaffung und Pflege von Wäldern und Landschaftsbiotopen zur Aufgabe gesetzt hat. Die gemeinsame Idee: Für jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum gepflanzt werden. Auf diese Weise entstehen in Deutschland neue Waldgebiete, die parallel zu den umweltentlastenden Fahrzeugen nachhaltig zu einer weiteren CO2-Reduktion beitragen. Der DVFG wird bei seinem Projekt je nach Region von unterschiedlichen Partner-Unternehmen aus dem Autogas-Markt unterstützt. Kooperationspartner bei der ersten Aufforstungsaktion ist der Automobilimporteur Chevrolet Deutschland GmbH, der als einer der ersten hierzulande konsequent auf Autogas gesetzt hat. Mittlerweile ist bereits jeder zehnte verkaufte Neuwagen bei Chevrolet ein Fahrzeug mit Autogas-Antrieb.

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. verbraucht ein Baum rund 2,2 Tonnen CO2 im Jahr. Damit wird ein großer Teil der Schadstoff-Menge gebunden, die ein Fahrzeug im gleichen Zeitraum emittiert. Beim Autogas-Antrieb ist dieser Ausstoß ohnehin deutlich geringer als bei herkömmlichen Kraftstoffen: Die CO2-Emissionen reduzieren sich um rund 15 bis 20 Prozent. Abgaskomponenten wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von Smog verantwortlich sind, werden sogar um bis zu 80 Prozent vermindert. Mit dem „Autogas-Wald“ wurde also eine Initiative gestartet, bei der Bäume und Autos gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entlastung unserer Umwelt beitragen sollen.

Quelle/Foto: Supress

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