Zukunftsfähige Biokraftstoffe
Shell Oil fordert Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft
Hamburg (ptx) - Vor allem auf dem Kraftstoffsektor müssten erneuerbare Energien künftig eine noch größere Rolle spielen, meint der Vorsitzende Geschäftsführung der Shell Deutschland Oil GmbH, Kurt Döhmel. Es gehe jetzt darum, moderne und zukunftsfähigere Biokraftstoffe zu entwickeln, so Döhmel. Er forderte in diesem Zusammenhang eine enge Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik.
Shell ist sich mit bedeutenden deutschen Automobilherstellern einig, dass sich Forschung und Entwicklung auf die vielversprechenderen Biokraftstoffe der zweiten Generation richten sollten. Dazu zählen synthetischer Dieselkraftstoff auf der Basis von Biomasse (Biomass-To-Liquids) oder Zellulose-Ethanol. Beide werden im Gegensatz zu traditionellen Biokraftstoffen aus Pflanzenresten oder -abfällen gewonnen. Sie konkurrieren damit nicht mit der Nahrungsmittel-Produktion und bieten im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen sehr große Kohlendioxid-Einsparpotenziale - bis zu 90 Prozent. Sie sind damit praktisch klimaneutral.
Biokraftstoffe der zweiten Generation bieten nach Ansicht von Döhmel zwar ein sehr großes Entwicklungspotenzial, sind heute aber noch, wie auch die traditionellen Biokraftstoffe, deutlich teurer als Benzin oder Diesel aus Erdöl. Shell strebt für Deutschland zwei Biokraftstoff-Projekte an. Mit Blick auf Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann, der an dem Raffineriegespräch ebenfalls teilnahm, sagte Döhmel: "Ich hoffe, dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft, damit wir unsere zukunftsträchtigen Technologien in Deutschland erfolgreich voranbringen können. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, wenn wir die Bio-Kraftstoffe der zweiten Generation in großem Stil anbieten wollen."
Quelle: ptx
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