Was kostet der Führerschein heute?

Für viele junge Menschen gehört der Führerschein nach wie vor zum Erwachsenwerden. Er ist mit der Freiheit verbunden, jederzeit wohin auch immer fahren zu können - ein Auto natürlich vorausgesetzt.
 

Die Durchschnittskosten des Führerscheins

Die Kosten für den Führerschein stehen schon seit Jahrzehnten in dem Ruf, immer teurer zu werden. Wenn er nicht von den Eltern bezahlt wird, gehört er zu den ersten großen Investitionen, die von einem jungen Erwachsenen gestemmt werden wollen. Fahranfänger haben vor Beginn der Ausbildung meist jahrelang gespart, um sich den Schein so bald wie möglich leisten zu können und möglichst pünktlich zum 18. Geburtstag die erste Spritztour unternehmen zu können.

Zur Ermittlung der Durchschnittskosten soll hier der Führerschein der Klasse B für Personenkraftwagen herangezogen werden. Zuerst fallen Kosten an, die nur indirekt etwas mit dem Führerschein zu tun haben: Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und gegebenenfalls ein neues Passfoto kosten zusammen zwischen 30 und 40 Euro. Dann erfolgt die Anmeldung bei der Fahrschule, bei der von einer Grundgebühr von durchschnittlich 200 Euro ausgegangen werden kann. Darin sind die Theoriestunden bereits enthalten. Lediglich für das Lehrmaterial können noch einmal zusätzlich 40 bis 50 Euro anfallen.

Den mit weitem Abstand größten Posten stellen die einzelnen Fahrstunden dar. Hier ist es von den Fähigkeiten und der Auffassungsgabe des Fahrschülers abhängig, wie viele Stunden er benötigt. Der Fahrlehrer legt fest, wann der Fahrschüler gut genug ist, um mit den verpflichteten Fahrstunden zu beginnen. Die Regelfahrstunden kosten zwischen 30 und 40 Euro. Etwas teurer fallen die vom Gesetzgeber geforderten Sonderfahrten aus. Dabei fallen 5 Stunden Überlandfahrt, 4 Stunden Autobahnfahrt und 3 Stunden Nachtfahrt an. Im Schnitt kostet jede dieser Fahrstunden 50 Euro und dauert 45 Minuten. Insgesamt ist bei den Fahrstunden mit mindestens 1.500 Euro zu rechnen.

Zuletzt kommen noch Prüfungsgebühren von im Schnitt 200 Euro und der Antrag auf einen Führerschein mit 35 Euro hinzu. Insgesamt dürfen für den Führerschein der Klasse B also zwischen 2.000 und 2.500 Euro veranschlagt werden. Hierbei sollten noch die Abweichungen zwischen den einzelnen Bundesländern beachtet werden, die zum Teil erheblich ausfallen können.
 

Führerschein für Automatik, Schaltung und Gasbetrieb

Wer einen normalen Führerschein mit Schaltgetriebe macht, ist auf der sicheren Seite und darf sowohl Fahrzeuge mit Schalt- als auch Automatikgetriebe fahren. In umgekehrter Richtung sieht es anders aus, denn wer das Fahren allein mit automatischer Kupplung lernt, darf nach bestandener Prüfung auch nur Automatik fahren. Der Nachweis findet sich in § 17 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Für den Betrieb von Fahrzeugen mit Autogas gelten solche Regelungen jedoch nicht. Entscheidend ist allein, welche Art Getriebe bei der Prüfung verwendet wurde.
 

Hinweise zum Fahren mit Autogas

Bei Autogas handelt es sich um ein flüssiges Gemisch aus Propan und Butan, dass dem Ottomotor über eine spezielle Gaseinspritztechnik zugeführt wird. Fahrzeuge, die so ausgerüstet wurden, können sowohl mit Benzin als auch mit Autogas betrieben werden. Sollte also der Gastank einmal leer sein, kann auf Benzinantrieb gewechselt werden. Der Tank wird üblicherweise in der Mulde für das Ersatzrad untergebracht. Beim Betrieb sollte beachtet werden, dass die Motorleistung etwas geringer ausfallen kann, wenn mit Autogas gefahren wird. Es kann außerdem nicht schaden, sich vor einer längeren Fahrt nach dem Vorhandensein von entsprechend ausgerüsteten Tankstellen zu erkundigen. Zwar ist das Netz mit rund 6.500 Füllstationen in den Bundesländern Deutschlands gut ausgebaut, doch nicht alle Tankstellen für Autogas liegen an den Hauptverkehrswegen und können so unter Umständen einen Umweg erforderlich machen. Wer sein Fahrzeug nachträglich mit einer Autogasanlage ausrüsten möchte, zahlt dafür im Schnitt rund 2.500 Euro - abhängig vom jeweiligen Modell.
 
Bild: pixabay.com © Mondisso (CCO Public Domain)


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