Kleiner Ratgeber für Fahranfänger

Führerscheinneulinge müssen sich neben der Gewöhnung an den Verkehr und dem Erwerb der nötigen Fahrpraxis mit einer Reihe weiterer Dinge auseinandersetzen. Beim ersten Auto, der Versicherung und allem, was dazugehört kann, man nicht unbedingt auf Wissen aus der Fahrschule zurückgreifen.
 

Das erste Auto

Die meisten Fahranfänger werden wohl über wenig Budget für das erste Auto verfügen. Aus diesem Grund fällt die Wahl meist auf ein gebrauchtes Fahrzeug. Daran ist nichts auszusetzen, dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn man sich für den Kauf eines Gebrauchtwagens entscheidet. Gerade als Laie ist es schwierig den Zustand eines Autos zu beurteilen und so läuft man Gefahr, an ein Mängelauto zu geraten. Vorsicht ist im Allgemeinen bei allzu günstigen Angeboten angebracht. Hier sind die Chancen hoch, dass das vermeintliche Schnäppchen durch hohe Reparaturkosten zur Kostenfalle wird. Ein frischer TÜV ist leider nicht immer ein sicheres Zeichen für den tatsächlich einwandfreien Zustand des Autos, aber zumindest schon mal ein Indiz. Im Internet hat man die Möglichkeit die Listenpreise für gebrauchte Fahrzeuge einzusehen. Je nach Ausstattung können diese variieren, aber anhand dieser Werte kann man sich gut orientieren. Fahrzeuge mit einem Alter von 4 bis 6 Jahren sind in der Regel noch gut in Schuss und es fallen keine größeren Reparaturen an.
 
Im besten Fall nimmt man sich eine erfahrene Person an die Seite, um eventuell vorhandene Mängel bei der Besichtigung auch feststellen zu können. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann bei der Probefahrt auch eine Werkstatt aufsuchen und den Wagen überprüfen lassen.

Versicherung

Fahranfänger zahlen die höchsten Versicherungsbeiträge. Der Grund hierfür ist die negative Schadensfreiheitsklasse von Anfängern. Je mehr Jahre ein Fahrzeughalter unfallfrei fährt, desto geringer wird der zu zahlende Betrag. Da Neulinge naturgemäß über keinerlei Fahrpraxis verfügen, geschweige denn über unfallfreie Jahre, starten sie meist mit 230% Versicherungsbeitrag. Wer sich etwa einen gebrauchten Golf für 1500 Euro kauft, muss etwa dieselbe Summe noch einmal für die Versicherung bezahlen. Das ist für die meisten Fahranfänger schlicht nicht machbar und so gibt es einige Tricks, wie man diese hohen Beitragssätze umgehen kann. Es besteht auch die Möglichkeit, das Auto über ein Elternteil als Zweitwagen mit zu versichern. Hier kann man als Fahranfänger dann schon mit 140% starten.
 
Weitere nützliche Informationen zur Kfz Versicherung für Fahranfänger findet man unter diesem Link. Es lohnt sich die einzelnen Versicherungsanbieter zu vergleichen, da die Preise und Leistungen unter den Versicherern mitunter stark variieren.
 

Fahrsicherheitstraining

Ein Fahrsicherheitstraining bietet sich nicht nur für Fahranfänger an, macht in dieser Situation aber am meisten Sinn. Die mit Abstand meisten Unfälle ereignen sich laut Statistik bei den 18 bis 25 Jährigen. Die reguläre Ausbildung durch die Fahrschule beinhaltet in den meisten Fällen keine Vorbereitung auf Extremsituationen. Diese sollte man auch nicht im normalen Straßenverkehr, sondern auf eigens für diesen Zweck vorgesehenen Plätzen durchführen. Weitere Infos zu diesem Thema findet man auch hier. Ein Fahrsicherheitstraining bereitet die Teilnehmer unter anderem auf Bremsen und Ausweichen unter erschwerten Bedingungen wie glatter Fahrbahn, richtiges Reagieren bei erhöhter Geschwindigkeit und weiteren brenzligen Situationen vor, zu denen es im echten Straßenverkehr bestenfalls niemals kommt. Zu wissen, wie in einzelnen Situationen reagiert werden muss, kann Unfälle vermeiden und sogar Leben retten, denn schon Sekunden können hier einen Unterschied machen.
 


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